SOLARIS BUS & COACH: DIE SCHWIERIGE PRUFUNG DES SOLARIS VACANZA

SOLARIS BUS & COACH: DIE SCHWIERIGE PRUFUNG DES SOLARIS VACANZA
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Die Konstruktion des polnischen Reisebusses Solaris Vacanza aus rostbeständigem Edelstahl ist sehr robust und sicher. Das ist die wichtigste und kurze Schlussfolgerung der Wissenschaftler und Busbaufachleute, die gerade die

Untersuchungen nach dem Unfall eines Reisebusses Solaris Vacanza abgeschlossen haben.

Der Unfall ereignete sich am 14. November vergangenen Jahres auf der Autobahn A2, 30 km von Hannover entfernt. Gegen 6:40 Uhr fuhr der Fahrer eines sich auf dem Rückweg vom Paris befindenden Reisebusses Solaris Vacanza 12 infolge einer kurzen Unachtsamkeit auf den Straßenrand. Etwa 100 Meter lang versuchte der Busfahrer seinen Fehler zu korrigieren und den Reisebus zurück auf die Fahrbahn zu bringen. Leider gelang ihm dieses Manöver nicht, und der Reisebus Vacanza mit dreißig Fahrgästen an Bord fiel zur Seite und die Reise endete im Straßengraben. Weder die Reisenden noch das Personal erlitten größere Verletzungen. Dem Omnibus selbst entstanden auch keine größeren Schäden.

Der Verlauf des Unfalls ähnelte einem Standardtest, dem alle Reisebusse unterzogen werden müssen (Richtlinie 2001/85/EU der Europäischen Union, sowie die Regelung Nr. 66 OVN). Das Ziel dieses Tests ist es zu prüfen, ob die Buskonstruktion stabil genug ist, um den Reisenden entsprechende Sicherheit zu gewährleisten. Solaris Vacanza hat alle Untersuchungen erfolgreich abgeschlossen, die während des Homologationstests durchgeführt wurden, und das Wichtigste ist, dass während des tatsächlichen Unfalls seine Festigkeitsparameter in 100% bestätigt wurden. Vacanza zeigte sich während des extremen Versuchs als ein zeitgemäßes Fahrzeug ďż˝ nicht nur elegant und komfortabel, sondern vor allem sehr sicher. Eine Bestätigung dafür ist auch die Tatsache, dass beim Sturz in den Graben keine der Fahrzeugscheiben zerbrach. Als der Bus wieder auf seine Räder gestellt wurde, gab es keine Anzeichen von einem ernsthaften Unfall. Nachdem man den Bus von Schmutz und Gras gereinigt hatte, konnte man auf den ersten Blick meinen, dass nichts passiert war. Nur erfahrene Beobachter waren imstande, einige kleine Schäden zu bemerken. Auch innerhalb des Fahrzeuges blieben alle Teile an ihren ursprünglichen Positionen, die dadurch auch keinen der Reisenden verletzten. Würde man die Sicherheit des Busses benoten, hätte sich der Vacanza eine Eins verdient.

Nach Abschleppen des Vacanza zum Firmenservice von Solaris in Murowana Goślina, wurde der Bus einer detaillierten Kontrolle und Untersuchung unterzogen, die von den Ingenieuren des technischen Büros der Firma unter Teilnahme der Fachleute von der Technischen Universität in Posen durchgeführt wurden. Die durchgeführten Messungen und Tests zeigten, dass die dauerhaften Konstruktionsverformungen, hauptsächlich im Bereich der Fahrzeugvorderachse sowie am Heck im Bereich der Motoraufhängung auftraten. Darüber hinaus wurden auf der rechten Busseite geringe Verformungen der Tragkonstruktion festgestellt.
Als der Ablauf des Unfalls von den Fachleuten rekonstruiert und Schritt für Schritt analysiert wurde, stellten sie fest, dass die entstandenen Verformungen an der Konstruktion des Vacanza auf jeden Fall nachvollziehbar sind. Die Verformungen des vorderen Fahrzeugteils kann man leicht mit Belastungen erklären, die während des Unfalls auf der Lenkachse aufgetreten sind. Die im hinteren Busteil festgestellten Verformungen wurden durch die Trägheitskräfte des Antriebssystems verursacht, die während des Umfallens des Vacanza entstanden sind. Die Verteilung dieser Kräfte war so ungünstig, dass sie zu plastischen Verformungen der Konstruktion führte. Die Tragrahmen der Motoraufhängung werden so konstruiert, dass eine eindeutig höhere Steifigkeit in der Vertikalebene als in der Horizontalebene gewährleistet wird. Dies ist offensichtlich aufgrund der Lastverteilung während des normalen Betriebs. Während des "Umkippens" des Busses auf die Seite traten sehr hohe Belastungen in der Horizontalebene auf. Die festgestellten Verformungen waren jedoch so klein, dass Messgeräte eingesetzt werden mussten, um sie zu identifizieren. Laut den Ingenieuren von Solaris Bus & Coach und den Fachleuten von der Technischen Universität in Poznań entstand die Verformung der rechten Fahrzeugseite höchstwahrscheinlich infolge vom Auftreten der sog. Knotenmomente.

Während einer sehr genauen Untersuchung der Konstruktion wurden weder Risse im Tragprofilbereich noch in den geschweißten Knoten festgestellt. Die Festigkeit der Konstruktion wurde mehrmals mit Hilfe von den besten, auf dem Markt zugänglichen Werkzeugen, die auf Basis der Finite-Element-Methode (FEM) arbeiten, analysiert. Darüber hinaus wurden die Schlussergebnisse empirisch verifiziert, indem die Spannungen der Konstruktion während des normalen Betriebs gemessen wurden. Es ist auch zu erwähnen, dass das Fahrzeug vor dem Start seiner Serienproduktion härtesten Langzeittests auf einer speziell für diese Zwecke vorbereiteten Teststrecke von der holländischen Firma DAF unterzogen wurde.

Als Zusammenfassung der durchgeführten Analysen und Untersuchungen kann man feststellen, dass der Solaris Vacanza sich als ein sicheres Fahrzeug mit hoher Quersteifigkeit gezeigt hat. Diese Merkmale verdankt der Bus, der ein Produkt polnischer Ingenieurskunst ist, vor allem der kompromisslosen Durchführung der technischen Lösungen. Die gut durchdachte Konstruktion, Materialien von höchster Qualität, die bei der Produktion eingesetzt wurden, sowie ein Streben nach bester Qualität ermöglichten es, einen polnischen Reisebus zu produzieren, der den besten auf dem Markt erhältlichen Reisebussen in nichts nachsteht, sondern sie manchmal sogar übertrifft. - sagt der wissenschaftliche Mitarbeiter der Technischen Universität in Poznan Prof. Dr. Ing. Wojciech Osmólski.






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Informationen über Solaris

Solaris Bus & Coach sp. z o.o. ist einer der führenden europäischen Hersteller von Stadt- und Überlandbussen mit Schwerpunkt auf die Entwicklung von emissionsfreien Fahrzeugen, d. h. Elektro-, Wasserstoff- und Oberleitungsbussen. Dies bedeutet zugleich das breiteste Angebot an emissionsfreien Fahrzeugen auf dem europäischen Markt und die Position des Marktführers in diesem Marktsegment mit einem Anteil von 15,2%. Knapp 25.000 bisher gelieferte Solaris-Fahrzeuge sind bereits in 33 Ländern und 850 Städten in ganz Europa und außerhalb im Einsatz. Solaris ist Teil der spanischen Gruppe CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles) S.A. Vom Konzept über die Entwicklung bis hin zur Fertigung entstehen Solaris-Busse in Polen. Alle Aktivitäten des Herstellers stehen im Einklang mit seiner Markenbotschaft: „Wir ändern das Gesicht des ÖPNV“. Solaris ist auch ein aktiver Partner für städtische Verkehrsbetriebe und bietet ihnen umfassende Unterstützung bei der Umstellung auf emissionsfreie Mobilität.

Sonstige Informationen

Mateusz Figaszewski

Institutional Partnerships and External Relations Director

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